Zunehmend greift medizinische Forschung auf Daten aus der Versorgung zurück. Deren systematische Analyse ist eine vielversprechende Methode, die nicht zuletzt auch für die Qualitätssicherung im Gesundheitsbereich bedeutsam ist.

Gesundheitsdaten gehören allerdings zu den intimsten Informationen über einen Menschen und sind deshalb auf einen besonders hohen Schutz angewiesen. Die Chancen und Risiken müssen vor dem Hintergrund des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.

Die rechtlichen Vorgaben sind sehr komplex und können sich je nach Bundesland, Trägerschaft der Versorgungseinrichtung und Art der Datennutzung unterscheiden. Um Forscher und Krankenhausbetreiber bei der Klärung zu unterstützen, welche rechtlichen Grundlagen für ihren spezifischen Fall maßgeblich sind, hat die TMF das IRene-Tool entwickelt, das eine schnelle Orientierung ermöglicht.

Das Tool basiert auf einem Rechtsgutachten, das die TMF 2015 veröffentlicht hat. Das Werk bietet eine detaillierte Übersicht über die spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen für die Sekundärnutzung medizinischer Daten in den einzelnen Bundesländern und berücksichtigt auch die Trägerschaft und Rechtsform der behandelnden Institutionen. Verweise auf die jeweils relevanten Stellen im Rechtsgutachten erleichtern das schnelle Nachschlagen der detaillierten Informationen.

            → Direktlink zum Tool

Das Rechtsgutachten und der Rechtsgrundlagenfinder sind im Rahmen des vom BMWi geförderten Projektes cloud4health erarbeitet worden.

      

Publikation:

Rechtsgutachten Sekundärnutzung Behandlungsdaten

U. K. Schneider
Band 12: Sekundärnutzung klinischer Daten - Rechtliche Rahmenbedingungen
mit einem Beitrag von A. Roßnagel und G. Hornung
TMF-Schriftenreihe Band 12, MWV, Berlin 2015

→ http://www.tmf-ev.de/schriftenreihe